Der Aluminiumguss Hersteller Sakae Casting Co., Ltd. handelt mit Gussformen, die für die Bildung von Urethan-Schaumplatten für die Automobilindustrie und auch für medizinische Geräte eingesetzt werden. Der große Vorteil des Unternehmens ist seine einzigartige Technologie, die sich Rohrgießen nennt, und bei der Metallrohre in einem dünnen Aluminium-Gussgehäuse aus einem Stück gegossen werden. Die mit Wasser gekühlte dünne Kühlplatte ist das Vorzeigeprodukt, das diese Technologie anwendet, und zieht die Aufmerksamkeit von Herstellern weltweit auf sich. „Mit dieser Herstellungstechnik, die wir in Japan entwickelt haben, möchten wir den globalen Markt herausfordern“, sagt Takashi Suzuki, Präsident von Sakae, mit viel Enthusiasmus. Durch den Fokus auf ihre einzigartige Gusstechnologie schafft es so auch eine kleine Firma mit 27 Mitarbeitern sich in Sachen Globalisierung weiterzuentwickeln.

 

Der Reiz von Kühlplatten aus Rohrgieß-Technologie

Die Kühlplatte von Sakae ist ein Produkt, in dem Rohre in einem aus Aluminium hergestelltem Gussgehäuse integriert sind. Aluminium hat eine dreimal so hohe thermische Leitfähigkeit wie Eisen, es überträgt also die Wärme besser und kühlt entsprechend schnell. Mit diesem Mechanismus wird die hohe thermale Leitfähigkeit ausgenutzt, um aufheizende Elemente, wie zum Beispiel CPUs oder auch Computergehäuse, zügig zu kühlen, indem die Geräte auf die Plattenfläche montiert werden und ein Kühlungsträger durch das Rohr gefüttert wird. Heizelemente werden normalerweise mit einem Ventilator luftgekühlt, der Nachteil davon ist jedoch, dass dadurch Abwärme entsteht. Mit einer Kühlplatte werden Elemente mit Wasser gekühlt und die Kosten für Luftkühlungsgeräte und deren Energieverbrauch werden eliminiert.
Dieses Produkt, welches die meisten der wesentlichen Eigenschaften von Aluminium ausnutzt, wurde durch die einzigartige Gusstechnologie ermöglicht, bei der gewundene und kühlende Rohre ganzheitlich in eine flache Platte aus Aluminium gegossen werden.
1995 führte Sakae Geräte für den V-Prozess ein – eine hochentwickelte Gussmethode. „V“ steht dabei für „Vakuum“ und bei der Herstellung der Gussform wird trockener Sand durch Druckreduzierung im Vakuum geformt. Nach dem Gießen und Kühlen kann diese Form einfach durch die Rückkehr zum Atmosphärendruck ausgeschüttelt werden. Dies ermöglicht Kosten- und Qualitätsvorteile im Vergleich zu konventionellen Methoden. Rohrgießen entwickelte sich aus dem V-Prozess.

Um Rohre und Platten zu vereinen, wird eine eingekerbte Platte mit bearbeiteten Rohren in eine enge Verbindung gesetzt und zusammen geführt. Die Produktionskosten für diesen Prozess sind hoch: mehrere hunderttausend Yen per Platte. Andererseits erlaubt das Rohrgießen von Sakae ein Gießen mit einem extrem kleinen Zwischenraum von 0.5 bis 0.8 mm zwischen den Rohren und der Platte. Diese geringe Dicke sorgt für einen höheren Kühlungseffekt und eine deutliche Platzersparnis. Darüber hinaus sind die Produktionskosten um die Hälfte geringer und die Leistungen dreimal so gut wie bei der konventionellen Methode. Zusätzlich vereinfacht das integrale Gießen die Massenproduktion.
Diese Vorteile werden sehr geschätzt und von einem südkoreanischen Halbleiterhersteller als Kühleinheit für das eigene Produkt angewendet.
Außerdem eignet sich die Kühlplatte exzellent zur Temperaturkontrolle als effektive Maßnahme gegen das Wärmeproblem (ein Phänomen ,das verursacht wird, wenn Temperaturen außer Kontrolle geraten und elektronische Geräte überhitzen, was schließlich zu Schäden oder Explosionen führt), mit denen Elektronikhersteller weltweit zu kämpfen haben. Dem Unternehmen wurde 2014 das Angebot unterbreitet einen Prototypen für einen Automobilhersteller in den USA herzustellen. Das Unternehmen hat jenes Angebot angenommen und bemüht sich nun mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen diesen Prototypen herzustellen.

 

Beschleunigung der Globalisierung

Nach dem Konkurs von Lehman Brothers 2008, erhielt das Unternehmen ein Angebot, um die Kaltplattenherstellungstechnologie und das dazugehörige Equipment von einem bedeutenden südkoreanischen Halbleiterhersteller aufzukaufen, da es keine Anbieter von Gusstechnologie auf gleichem Niveaus im südkoreanischem Raum gab. Das Angebot hatte einen Wert von mehreren Millionen Yen. Mit Blick auf die finanzielle Lage in diesem Zeitraum, war der Verkauf dieses Fachwissens eine vorteilhafte Option. Suzuki entschloss sich aber dies nicht zu tun, denn die Technologie ist das Rückgrat der Firma.

“Diese Technologie hat einen Wert von über 100 Millionen Yen. Ist es möglich, dass Sakae es alleine in den Inlandsmarkt und in den Weltmarkt bringt?“
Dies war der Auslöser für Suzuki auf internationale Märkte zu schauen. Sechs Monate später erhielt Suzuki nochmals ein Angebot von dem südkoreanischen Hersteller. Infolgedessen wurde sofort ein Deal abgeschlossen und die Umsätze durch Verkäufe an Hersteller im Ausland stiegen auf 70%.
2012 hatte Suzuki das Verlangen nach weiteren Entwicklungen in Übersee.
Was Suzuki sah, als er das Silicon Valley in den USA besuchte, waren führende Lösungen und kontinuierliche Innovation, was von Obamas Aufbaupolitik für die Industrie vorangetrieben worden war. Es war deutlich, dass Japans Lage damals anders war, als der Wiederaufbau für viele kleinere Firmen sehr schwer war. Südkoreanische und chinesische Firmen, mit einem technologischen Niveau, das viel niedriger lag als bei kleineren japanischen Firmen, erhielten Zuschüsse. Davon war Suzuki schockiert.
“Trotz Made in Japan mit seinen hoch qualitativen Technologien ist Japan hinter kleinen und mittelständigen Firmen in Taiwan, China und Südkorea”, dachte sich Suzuki mit einem Empfinden von Krise. Er dachte sich auch: „Wir brauchen einen breiteren globalen Markt und müssen die Rolle als Subunternehmer im Inlandsmarkt ändern, sonst werden wir nicht überleben. Die Firma muss zu seine Ausrichtung hin zu einem Produkt Marketing im internationalen Markt wechseln, um zu überleben.“
Suzukis erster Schritt in Richtung Globalisierung war die strategische Beschäftigung von Mitarbeitern aus dem Ausland. Das Ziel war es nicht billige Arbeitskräfte zu finden, sondern eher die Knappheit an Managementpotenzial im Unternehmen auszugleichen. Hierbei richtete Suzuki seinen Fokus vor allem auf die Beschäftigung von Flüchtlingen.
Flüchtlinge sind diejenigen, die ihr Land verlassen haben, um der Verfolgung, aufgrund von Rasse, Religion oder politischen Sichtweisen zu entgehen. Aus bestimmten Gründen hatte Suzuki die Möglichkeit sich mit Flüchtlingen in Verbindung zu setzen und spürte deren Willenskraft und ihr hohes Potenzial und entschloss sich sie zu beschäftigen. Die Einstellung von ausländischen Arbeitskräften mit verschiedenen kulturellen Hintergründen war anfangs sehr schwer für das kleine Unternehmen mit nur 27 Angestellten. Heute aber arbeitet ein aus Kamerun stammender Angestellter bei Sakae GmbH, der dort auf Vollzeitbasis arbeitet und fließend Englisch und Französisch spricht.
„Sein Traum ist es, mit seinem Kind, das auf ihn in der Heimat wartet, in Japan zu leben. Seine schweren Umstände und sein Eifer neue Technologien zu erlernen haben eine sehr stimulierende Wirkung auf die anderen Mitarbeiter“, sagt Suzuki.
2013 stellte er einen koreanischen Studenten ein, der zuvor als Praktikant für Sakae tätig war. Obwohl die kleine Firma vor einigen Jahren überhaupt keine Internationalen hatte, ist sie nun mehrsprachig mit englisch-, französisch- und koreanischsprachigen Angestellten. Zusätzlich hat Suzuki schnell und stetig Fortschritte in Sakaes globaler Strategie gemacht, indem er Englischkurse für Angestellte anbietet, die Webseite mehrsprachig gemacht hat und Zweigstellen in Europa, den USA und Asien sowie Vertriebspartnerschaften etabliert hat.
“Um die japanische Herstellungsqualität auch für die zukünftige Generation zu erhalten, werden wir den globalen Markt auch in Japan herausfordern. Das ist das Ziel von Sakae“, sagt Suzuki sehr entschieden. Mit der qualitativ höchsten Gusstechnologie als Waffe, wird Sakae wertschöpfende Produkte herstellen und sie im globalen Markt anbieten. Bereit, um die Herausforderungen jetzt mit voller Kraft anzugehen.

 

Sakae Casting Co. Ltd.

Business Description: Automotive urethane sheet foam mold,Seat upholstery mold Prototype sand molding, V process molding,Creative modeling and mass V process casting Aluminum alloy sand casting,Die-cast copper alloy and Metal casting for rotational molding
Headquaters Address: 350 Simo-ongatamachi Hachiojishi Tokyo,192-0154 Japan CEO: Takashi Suzuki
Established: 1952 / Number of Employees: 26
Website: www.sakae-v.com/en/about-us/